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Hotel Chesa Randolina
Tomas & Tanija Courtin
Via da Baselgia 40|CH-7515 Sils-Baselgia
Tel +41 81 838 54 54|Fax +41 81 838 54 00
hotel@randolina.ch
 
Hoteltest des Tagblatt Zürich | Wer einmal in Sils war, kommt immer wieder. Im Chesa Randolina geniessen
die Gäste rustikale Zimmer und eine familiäre Atmosphäre.
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Hoteltest des Tagblatt Zürich | Wer einmal in Sils war, kommt immer wieder. Im Chesa Randolina geniessen
die Gäste rustikale Zimmer und eine familiäre Atmosphäre.
Hoteltest

Zu Hause im Paradies

Wer einmal in Sils war, kommt immer wieder. Im Chesa Randolina geniessen die Gäste rustikale Zimmer und eine familiäre Atmosphäre.
Von Clarissa Rohrbach


 Nietzsche kam als Tourist nach Sils und ging als Philosoph. Man sitzt auf dem Balkon des Hotels Randolina, schaut in den tiefblauen See, darüber das felsige Antlitz des Margnas, und versteht, wie dieser Ort zu geistigen Höhenflügen inspirieren kann. Drinnen riecht es nach Arvenholz, das die Wände bedeckt. Das Zimmer wirkt warm, rustikal. Vor dem Tisch steht ein alter Bauernstuhl, darauf ein herzlicher Willkommensbrief von Tomas Courtin, dem Besitzer. Ein Feldstecher lädt ein, Gämse und Steinböcke an den felsigen Hängen zu entdecken. Bleibt nur noch, den gratis ÖV-Pass einzustecken und loszuwandern.
Doch an diesem Tag nieselt es leicht. Viele Gäste sitzen tief in den Sesseln der Kaminhalle. Es ist hier ein Ritual, nach dem Frühstück eine der vielen Zeitungen zu lesen, die zur Verfügung stehen. Andere plaudern untereinander oder spielen Karten. Deswegen gibt es in den Zimmern auch keinen Fernseher: Man soll sinnieren und kommunizieren. Viele der Stammgäste kommen schon seit Jahrzehnten, man kennt sich. Es sind eher Leute ab 50, die sich hier zu Hause fühlen, Menschen, die Sils mögen, weil es abseits vom Rummel von St. Moritz ist, und gerne andächtig die Natur geniessen. Die meisten kennen Courtin und fragen ihn um kleine Aufmerksamkeiten. Denn hier bezahlt man zwar für ein 3-Sterne-Hotel, bekommt aber den Service eines 5-Sterne-Hauses. «Wir nehmen die Wünsche unserer Gäste sehr ernst», meint Courtin. Er ist im Haus aufgewachsen, nachdem sein Vater den alten Bauernhof in ein Hotel umbaute, und führt den Betrieb mit 38 Zimmern seit 1992.
Um 17 Uhr ist die Kaminhalle voller Leben, es ist Apéro-Zeit. Das Feuer flackert, eine Pendeluhr tickt. Der charmante Barkeeper Matteo mixt Cocktails nach alter Schule, schön mit Minzeblätter und Kirschen dekoriert. Die Gäste begeben sich zu Tisch, um den Viergänger zu geniessen. Die Küche des elsässischen Chefs ist im Dorf bekannt. Heute gibt es Entrecôte vom Hirsch mit Kartoffelgnocchi. «Wir sind stolz darauf, lokale Produkte zu benutzen», sagt Courtin und erzählt wie die Winzer ihren Wein persönlich vorbeibringen. Die Treppe hinunter, vorbei an den alten Stichen von Sils, fällt es einem schwer zu gehen. Man dreht sich ein letztes Mal um, schaut in die weite Ebene und verabschiedet sich von Herrn Courtin, dem Barkeeper Matteo und dem Kellner Vincenzo. Einmal in Sils, bleibt für immer ein Stück Herzen hier. So erging es auch Nietzsche.